Schulungsmaterial für die Jungjägerausbildung

12 Ordnung der Eulen

  • monogam
  • Nesthocker
  • Eier rund, weiß, 3 bis 5 Eier (Uhu: 2 bis 3)
  • nur das Weib brütet (nach Ablage des ersten Eies)
  • Horstbezieher
  • überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv
  • Augen vorn am Kopf angeordnet, können nur geradeaus sehen
  • Kopf kann bis zu 270° gedreht werden.
  • asymmetrisch angeordnete Ohren
  • geräuschloser Flug durch unverhakte Schwingenfedern
  • Bisstöter
  • Gewölle mit Knochen
  • Wendezehe (wie Fischadler)
  • unterliegen dem Naturschutzrecht (Nachstell- und Inbesitznahmeverbot)

12.1 Schleiereule

  • Halbhöhlenbrüter in Scheunen, Gemäuern und Kirchtürmen
  • Kulturfolger
  • deutlicher, herzförmiger Gesichtsschleier
  • dunkle Augen
  • Problem: Fehlende Nistmöglichkeiten

12.2 Uhu

  • größte Eule
  • Felsnischenbrüter
  • Beute bis Hasengröße, zum Teil Kitze in den ersten Lebenswochen
  • Besatzzunahme durch Wiedereinbürgerung
  • früher als lebender Lockvogel (Auf) zur Krähenbejagung benutzt (Hüttenjagd), da alle Rabenvögel auf ihn hassen

12.3 Waldohreule

  • häufiger Baumbrüter in geschlossenen Waldungen
  • brütet in alten Krähen- oder Bussardnestern
  • deutliche Federohren
  • im Winter Schlafgesellschaften

12.4 Sumpfohreule

  • Bodenbrüter
  • gelegentlich tagaktiv, vor allem zur Aufzuchtzeit
  • Federohren sehr klein, nur bei Gefahr zu sehen
  • meist Wintergast

12.5 Waldkauz

  • größter Kauz, häufigste Eule
  • dunkles Auge
  • brütet in Baumhöhlen (typisch für alle Käuze)

12.6 Steinkauz

  • Baumhöhlenbrüter in alten Streuobstwiesen, nimmt gerne Brutröhren an
  • Beute vor allem Insekten
  • gelegentlich tagaktiv
  • Lockruf „kuwitt, kuwitt“ wurde früher als „komm mit, komm mit“ gedeutet, daher im Volksmund auch als „Totenvogel“ bezeichnet.

12.7 Sperlingskauz

  • kleinste Eule, gelegentlich tagaktiv
  • etwa starengroß (ca. 12 cm)
  • Baumhöhlenbrüter