Schulungsmaterial für die Jungjägerausbildung

10 Klasse Kriechtiere bzw. Reptilien

10.1 Merkmale

  • Sie besitzen eine verhornte Haut, die mit Knochenplatten (Schildkröten) oder Schuppen (Schuppenkriechtiere) bedeckt ist; diese dienen als Austrocknungsschutz. 
  • Sie besitzen vier Beine (z. T. zurückgebildet).
  • Die Kreuzotter ist die einzige Giftschlange in Deutschland.
  • Sie sind Lungenatmer (die Atmung erfolgt immer durch die Lunge).
  • Es sind wechselwarme Tiere, die ihre Körpertemperatur so weit wie möglich durch ihr Verhalten (Sonnenbaden) regulieren können. Wichtig sind deshalb Sonnenplätze. Deshalb werden südexponierte Hänge, aber auch Bahndämme oder Straßenböschungen bevorzugt.Reptilien werden auch als Kinder der Sonne bezeichnet.
  • Reptilien wachsen lebenslang. Da die Haut nicht mitwächst, müssen sie sich regelmäßig häuten. Während sich bei den Eidechsen die Haut in kleinen Stücken vom Körper löst, streifen die Schlangen ihre Haut meist in einem Stück ab (sogenanntes Natternhemd). Schildkröten häuten sich nicht.
  • Im Winter Kälte- bzw. Winterstarre
  • Alle Reptilienarten sind in Deutschland nach der Bundesartenschutzverordnung entweder besonders oder streng geschützt. 
EidechsenSchlangenSchildkröten
Wald- oder auch Bergeidechse (+)MauereidechseZauneidechseBlindschleiche (+)SmaragdeidechseRingelnatterWürfelnatterÄskulapnatterSchlingnatter (+)Kreuzotter (+)Europäische Sumpfschildkröte  (Waschbär!)
(+) lebend gebährend

10.2. Nahrung

  • Schnecken, Regenwürmer, 
  • Insekten, Amphibien, Mäuse.
  • Die Nahrung wird geschnappt und verschlungen, ohne sie zu zerkauen.

10.3. Fortpflanzung

Die heimischen Reptilien legen grundsätzlich Eier und treiben keine Brutpflege. Ausnahmen: Kreuzotter, Schlingnatter, Blindschleiche und Bergeidechse sind lebend gebärend, d. h., die Eier werden im Mutterleib ausgebrütet. Entwickeln sich im 

Gegensatz zu den Amphibien direkt, d. h. ohne Larven- bzw. Kaulquappenstadium.