Schulungsmaterial für die Jungjägerausbildung
2 Erregerbedingte Krankheiten
2.1 Viruserkrankgungen
Viren sind sehr kleine Krankheitserreger, die nur in lebenden Zellen des Wirtsorganismus vermehrungsfähig sind. Viren sind keine eigenständigen Lebewesen. Schutzimpfungen sind möglich, Antibiotika zeigen hingegen keine Wirkung.
2.2 Bakterielle Krankheiten
Es gibt sehr viele Bakterien, viele sind nützlich, manche dagegen verursachen Krankheiten. Bakterien sind eigenständige Kleinstlebewesen (Keime) mit einem eigenen Stoffwechsel. Sie vermehren sich durch Querteilung. In einem Umfeld mit Temperaturen zwischen +20 und +45 °C verläuft diese Vermehrung besonders rasant ab. Bakterien scheiden Stoffwechselprodukte aus, die sich hinsichtlich des Geruchs (z. B. urinös) und des Geschmacks (z. B. leberartig) auswirken können. Verschiedene Bakterien produzieren auch geschmacklich nicht feststellbare, für Menschen und Tiere gefährliche Giftstoffe (Toxine). Auch beim Abtöten aller Bakterien durch Hitze verbleiben die Toxine im Fleisch (siehe Abschnitt 6.2, „Salmonellose bzw. Fleischvergifter“).