Schulungsmaterial für die Jungjägerausbildung
13 Sonstiges
13.1 Pionierbaumarten, Pioniersträucher
Baumarten bzw. Sträucher, die anspruchslos sind, flugfähige Samen haben und dadurch in der Lage sind, schnell große Fläche als Erste zu besiedeln, z. B. nach Bränden oder Stürmen.
Beispiele: Birke, Kiefer, Pappel, Ginster, Brombeere
13.2 Mistel
Parasitär lebende Pflanze (Schmarotzerpflanze) auf Obstbäumen, Tannen,
Kiefern, Pappeln; Verbreitung durch die Misteldrossel (klebrige Beeren)

13.3 Sonnentau
Eine im Hochmoor wachsende Pflanze mit langen klebrigen Fangarmen (Tentakeln) auf den Blättern. Hierauf bleiben sich niederlassende Insekten kleben. Dies ist auf dem sehr nährstoffarmen Standort wichtig als zusätzliche Nährstoffversorgung; der Sonnentau gilt deshalb auch als Überlebensspezialist.

13.4 Giftpflanzen
z. B. Eibe (alle Teile sehr giftig, mit Ausnahme des roten Samenmantels), Maiglöckchen (Abbildung rechts, Blätter nicht mit Bärlauch verwechseln!), Seidelbast, Roter Fingerhut (Abbildung links), Tollkirsche

13.5 Orchideen
- Knabenkraut
- Frauenschuh
- Rotes Waldvögelein
- Weißes Waldvögelein
- Fliegenragwurz




13.6 Flechten
Es handelt sich um eine Symbiose von Pilzen und Algen. Flechten sind auch sehr feine Indikatoren für schädliche Einflüsse, sprich Umweltverschmutzung

13.7 Frühblüher
Frühblüher, auch Frühlingsblüher oder auch Frühlingsgeophyten genannt, sind Pflanzen in Laubwäldern, die frühzeitig im Jahr blühen und Laub bilden. Sie profitieren von der Lichteinstrahlung und Wärme direkt über dem Boden während des Frühjahrs. Mit dem Laubaustrieb der Bäume und Sträucher beenden sie ihre Blütezeit. Beispiele: Schneeglöckchen, Märzenbecher, Buschwindröschen, Schlüsselblume, Bärlauch, Scharbockskraut,







